ba ba ba bahn bashing – as(c)h(e) tag

Jaja. Da fängt er jetzt auch wieder an auf die Bahn einzuschlagen, mag der ein oder andere denken. Und ja, genau so ist das! Ganz klar muss man aber auch sagen, dass ich die vielen Male, die das Bahnfahren jetzt super geklappt hat, nicht erwähne. Warum? Weil man das ja von einem Service, für den man viel Geld bezahlt, erwarten kann. Oder?

Aber keine Sorge, ich vergehe mich heute nicht nur an der Bahn, auch Austrian Airlines und A1 sind vom vulkanischen Unmut betroffen. Aber los geht es natürlich mit der DB.

Bahn. Asche auf dein Haupt

Wenn ich als Deutsche Bahn sehe “oh, es geht kein Flieger mehr, die Leute werden auf uns ausweichen müssen” lege ich doch eigentlich, nachdem die rotierenden Dollarzeichen aus meinen Augen verschwunden sind, eine kostenfreie Hotline an, auf der Leute aus aller Herren Länder ihre Buchungen aufgeben können, oder nicht? Blöde Frage. Natürlich nicht. Die Bahn hält an ihrer bescheuerten kostenpflichtigen (ich freu mich schon auf die Roamingkosten) Nummer fest. Das ganze wird natürlich noch dadurch getoppt, dass man 30 Minuten (nicht übertrieben!) in der Warteschleife hängt und am Ende noch gesagt bekommt: “Och, bei Reisen mit Auslandsanteil kann ich leider nichts für Sie tun. Bitte kaufen sie das Ticket am Schalter…”. Das ist mal wieder einfach nur unverschämt. Mag sein, dass die Dame am Telefon falsch informiert war oder keinen Bock hatte. Passieren darf sowas nicht (hab ich schon die Roamingkosten erwähnt, die nun völlig umsonst angefallen sind?).

Aber das ist natürlich noch lange nicht alles. Wenn auf der Bahn rumhacken, dann natürlich richtig (man, sie verdient es aber auch immer wieder..): Nach der Abfuhr durch das Callcenter (via Roaming im Übrigen :P) bin ich also zum Bahnhof und habe versucht einen Zug via Automat zu buchen (online ging das schon nicht mehr). Der Automat sagt mir “diese Verbindung kann nur via Reisezentrum gebucht werden”. Das hatte natürlich schon zu. Also bin ich zum Servicepoint um zu fragen, ob das überhaupt sinnvoll ist sich am nächsten Tag früh um 6 vors Reisezentrum zu stellen und nach dem Ticket zu fragen, oder ob der Zug nicht sowieso schon ausgebucht ist. Das Gespräch verlief dann wie folgt:
Ich: “Guten Abend. Ich hätte eine Frage zu einem Zug morgen. Können sie mir da Informationen geben? Und zwar…”
Bahnangestellter am Berliner Ostbahnhof: “Nö”
Ich (leicht überrascht): “Sie können mir gar keine Informationen geben?”
Bahnangestellter: “Nö”
Ich: “Gar keine?”
Bahangestellter: “Nö”.

Vielen Dank, Idiot (gedacht hab ich da an andere Schimpfwörter). Einfach mal so gar nicht Hilfsbereit sein. Super Vorraussetzung um am SERVICE POINT zu arbeiten. Klasse, Deutsche Bahn, klasse!

D.h. nun also am nächsten Morgen um sechs Uhr zur Öffnung des Servicecenters an den Hauptbahnhof gefahren. Die Idee hatten circa noch 150 andere Menschen. Aber das war natürlich kein Problem. Die Bahn hat da ganz souverän darauf reagiert und 4 (VIER!) Schalter geöffnet…später dann noch einen fünften. Juhu…

Die Frau am Schalter war dann dafür aber nett – die kann da natürlich sowieso am wenigsten dafür. Wobei…auch da gibt’s mängel. Sie fragt mich, ob ich eine Bahncard habe. Ich sage “nur die österreichische, die Vorteilscard…”. Sie sagt mir, das bringt nichts – nun erfahre ich, dass andere Reisende im GLEICHEN Zug 45% Ermäßigung mit ihrer Vorteilscard bekamen. Was stimmt hier nicht, liebe Deutsche Bahn?

Der Zug an sich war dann natürlich, wie immer bei Eurocity Zügen, ein Witz. Älter ging wohl kaum, lauter auch nicht. Aber so ist das ja meist. Durch Tschechien lässt man anscheinend keine neuen Züge fahren….

Letzter Punkt des heutigen Ärgerns ist ein eher allgemeiner: Wenn ich für ein One Way Zugticket mehr bezahle als für ein Return Ticket mit dem Flieger, aber dafür so NULL Service bekomme, kann da auch was nicht stimmen, oder?

After all, Deutsche Bahn, du hast es mal wieder verdient einen auf den Deckel zu bekommen. Auch wenn es  Mehdorns Erben mit Sicherheit total egal ist, da momentan nicht nur die Bahn, sondern auch der Rubel rollt.

Austrian Airlines – there might be better ways to fly

Hier gibt’s nur kurze Kritik: Wenn ich auf Facebook poste, dass alle Testflüge problemlos abliefen und alles total super ist, ich kurz darauf aber Flüge streiche, ist das eher suboptimal. Außerdem gilt für die Hotline gleiches wie für die Bahn: Bei Notfällen wäre eine internationale toll-free Number schon angebracht, finde ich. Allerdings war die Dame am Hörer dafür sehr nett (auch wenn sie mir total schnell klar gemacht hat, dass ich auf keinen Fall mehr fliegen kann in den nächsten Tagen – wusste sie also mehr als der Rest von Austrian?).

So ein bisschen Schade finde ich auch, dass Austrian nicht für die entstehenden Schäden wie Zugtickets oder so aufkommt. Ist man nicht eigentlich gegen Naturgewalten versichert?

A1 – Zweite Liga!

Gilt wohl für die meisten Mobilfunkanbieter. Roaming ist ein Witz! Die Kosten sind exorbitant und einfach nur lächerlich in der heutigen Zeit. Warum gibt es da keinen Standard bzw. eine gesetzlich festgelegte Obergrenze ähnlich wie bei SMS oder MMS? Oder gibt es die und die ist so hoch? Anyway, in der heutigen Zeit sollte man keine 33 Euro für lächerliche 7 MB zahlen müssen. Ganz egal ob es eine gesetzliche Vorgabe gibt oder nicht. A1, das stinkt!