Sportfreunde Stiller unplugged – Ein Kompliment!

Zurück vom unplugged Konzert der Sportfreunde Stiller im Gasometer. So kurz vor Ende des Jahres schaffens 3 Münchener noch auf den Spitzenplatz meiner persönlichen Musikcharts & Liveauftritte. Mit einer super Mischung aus Rock, nachdenklichen Momenten, Gänsehaut und jeder Menge Spaß ging es während den etwas mehr als 2 Stunden pausenlos von einem Highlight zum Nächsten. URgut!

Los ging das Ganze mit der Ein-Mann-Vorband “Phil Vetter”. Hätte der nicht so viel Blödsinn erzählt, wärs auch ganz ok gewesen. So fand ichs eher mittelmäßig und war froh, als er die Bühne räumte. Lustig hierbei war im übrigen, dass während der “Vorband” noch kaum jemand in der Halle war. Anscheinend ist man in Wien (oder in Großstädten allgemein?) etwas verwöhnt und schaut sich nicht alles und jeden an. Gut für mich, so stand ich relativ weit vorne was sich im laufe des Abends mehr als nur auszahlte.

Als dann nämlich die  3 Hauptakteure auf die Bühne kamen war das Gasometer natürlich gefüllt und voller Vorfreude. Und jetzt gehts los mit den Superlativen und Lobhudeleien.

So viel Spaß wie die Jungs augenscheinlich auf der Bühne hatten glaubt man wirklich, dass die das gerne machen. Selbst kurz nach Weihnachten. Ebenso lustig fande ich zu sehen, wieviel Spaß auch die Background-Geigerinnen hatten. Selten Backgroundmusiker gesehen die so abgegangen sind, auch wenn sie nicht gespielt haben. Sehr cool 🙂


Sympathisch, wie man das gewöhnt ist, gingen die Sportis natürlich auch wieder mit dem Publikum um. Aber auch hier Lob. Keine 08/15 Floskeln rausgehauen – und für mich als Deutschen wars auch sehr lustig zu hören wie Peter begründet hat, warum 54 74 90 2010 nicht gespielt wird (nachdem das ein paar Fans angesungen haten): “Hey wir sind in Österreich  – ihr seit ja nichtmal qualifiziert!” Das gab kurzzeitig einige Pfiffe und herzliches Lachen von meiner Seite 😀

Daneben gab es natürlich auch einige Verspieler, Texthänger, falsche Textzeilen…was aber natürlich so gar nicht gestört hat und selbst als Rüde sich einmal arg in die Bedrängnis brachte hat er es da sehr souverän – ohne Hilfe seiner Bandkollegen 😉 rausgeschafft. Respekt meine Herren.

Cool zu sehen war im Übrigen auch die illustre Backgroundsängerriege. Da war nicht nur ein Emil Bull dabei sondern auch – jetzt das ganze mit schmachtender Stimme vorstellen – Julia von fertig, los! die dann auch zusammen mit Peter ein Duett sang und innerhalb von Sekunden die Sympathien aller Jungs auf sich vereinen konnte 😉

Weiteres Highlight war die Frage ins Publikum “ist hier ein Schlagzeuger?” – “Ehrlich, wir brauchen einen Schlagzeuger..”. Lag daran, dass Flo auf diesem komischen Teil (man verzeihe meine instrumentale Leienhaftigkeit – siehe Video) rumtröten wollte und eben jemand den Takt vorgeben musste. So kam Lukas aus dem Publikum auf die Bühne. Der Lokalheld des Abends 😉

Nach 2 langen Zugaben (die letzte wohl wirklich nicht geplant – da die Backgroundmusiker davon überrascht schienen und die Sportis sich noch abstimmen mussten, welche Version jetzt gespielt wird) ging es verschwitzt, ohne Stimme aber glücklich nach Hause.

So als letzte Schlussanekdote fand ich es extrem überraschend, dass ich wirklich jedes Lied mitsingen konnte und, auch wenn man das gar nicht so merkt, die Sportis echt schon lange Teil des Musiklebens sind und auch für so ziemliche jede Situation die man während der letzten Jahre durchlebt hat die entsprechende musikalische Untermalung bieten. Ich sag das eher selten, vor allem nicht öffentlich, aber ich bin Fan und das nächste mal bestimmt auch wieder am Start. Vielleicht nicht ganz vorne bei den ganzen Kids, aber dabei auf alle Fälle.

Muchas Gracias!